Heizgriffe mit Temperatursteuerung

Die Griffheizung für das Motorrad ist eine schöne Sache, wenn es da nicht Biker gäbe, die viel zu viel Wert auf Äußerlichkeiten legen, und zum Beispiel über das Nachrüstset von Saito meckern, dass es fett und hässlich wäre. Aber bei allen Aussehensfragen der Griffheizung ist es natürlich wünschenswert, wenn die Steuerung auf die Umgebungstemperatur reagiert und sich von selber mit einem Thermostat regelt. Ein solches elektronisches Relais kann mit den entsprechenden Kenntnissen selbst angefertigt und zwischengeschaltet werden. Es muss dann zwischen Lenkerschalter und den Heizgriffen sitzen.

Wie funktioniert diese?

Die mittels einem Thermostat gesteuerte Griffheizung hat drei Stufen, „aus“, „niedrige Leistung“ und „hohe Leistung“. Dabei wird ein Mikroprozessor bemüht, der mit einem Sensor die Umgebungstemperatur misst. Die Leistung der Heizelemente wird entsprechend eingestellt. Die Temperatur der Griffe wird konstant gehalten. Außerdem kann man die Heizung immer noch manuell bedienen mit den Stellungen „hoch“ und „aus“. Die verschiedenen Griffheizungen die angeboten werden, haben unterschiedlich hohe Widerstände, beispielsweise der von Saito mit 10 Ohm oder die von Dytona mit 4 Ohm. Wer sich mit der Materie ein wenig auskennt, oder sich intensiv damit befasst, kann hier eine Menge selber machen. Jedoch sollte man eventuell besser in einem Fachbetrieb nachfragen, bevor es zu ernsthaften Schäden kommt.

Griffheizungen in der Fortswirtschaft

Die Firma Stihl ist eine der führendsten Hersteller von Motorkettensägen und ähnlichen Werkzeugen.

Hier setzt man auf die Griffheizung, um auch im Winter ein unkompliziertes und ungefährliches Arbeiten im Freien zu ermöglichen. Eis und Schnee setzen sich bei frostigen Temperaturen auf den Griffen fest. Dort bilden Sie einen rutschigen Belag, der schon an sich zu gefährlichen Situationen führen kann.

 Die Griffheizung als Arbeitsschutz

Die Griffheizung der Säge ist elektronisch gesteuert und zuschaltbar. So gewährleistet sie auch bei großer Kälte Arbeitssicherheit. Die Handgriffe bleiben frostfrei und können so sicher n der Hand liegen. In den Modellbezeichnungen der STIHL Kettensägen erkennt man diejenigen mit dieser Sonderausstattung an dem „W“ in der Bezeichnung.

Heizfolien sind in die Griffe eingearbeitet und über einen Schalter mit dem Generator verbunden. Sie ist wartungsfrei da ohne Verschleiß.

Ein weiterer großer Hersteller von Forstwerkzeug ist Dolmar. Auch hier gibt es die Griffheizungen. Die Motorsägen, die mit einem großen „H“ gekennzeichnet sind, verfügen über die angenehm warmen Griffe, die auch bei frostigen Temperaturen für sicheren Halt sorgen.

Auch bei nassem Wetter sorgt die Heizung für sicherere Handhabung, da man auf den nassen Griffen nicht abrutschen kann, sondern diese immer trocken gehalten werden.

Griffheizungen in anderen Verwendungen

Die Griffheizungen finden auch in anderen Anwendungsbereichen Beifall und werden sogar schon in Schulen erforscht. So beispielsweise in einem Gymnasium, in dem sich Schüler einer 7. Klasse bei einem Jugend-forscht-Projekt mit der Griffheizung für das Fahrrad beschäftigt haben.

Ähnlich dem Motorrad ist auch die Verwendung eines Quads anzusehen. Deshalb gibt es inzwischen auch Griffheizungen für dieses Gefährt. Auch hier sind sie Zusatzausstattung, aber durchaus lohnend, wenn man das Quad nicht nur im Sommer benutzt.

Gerade in den Bergen hat mancher Bauer ein Quad, um auch bei ungünstigen Schneeverhältnissen irgendwie ins Tal zu kommen. Dafür gibt es sogar Schneeketten und andere Hilfsmittel. Daher ist auch die Griffheizung hier angebracht.

Natürlich gibt es auch bei Trikes diese Ausstattung. Also Bastelsatz zum selber einbauen oder auch, um es in einer Fachwerkstatt nachrüsten zu lassen.

Sind die Griffheizungen sinnvoll oder nur Spielerei?

Natürlich kann man darüber streiten, ob eine Griffheizung sinnvoll ist. Aber die meisten meinen: „JA“. Vor allem, wer nicht nur im Sommer unterwegs ist, hat ein weitaus besseres Gefühl und damit auch mehr Sicherheit als ohne. Ähnlich den Kettensägen ist es nämlich auch bei Motorrädern und anderen Gefährten so, dass kalte und steifgefrorene Finger durchaus das nötige Feingefühl vermissen lassen. Somit können Gefahrensituationen nicht immer gut weggesteckt werden.

Stufenlose Griffheizungen für Motorräder

Der Fahrtwind hat besonders an Fingern und Handgelenken von Motorradfahrern eine große Angriffsfläche, die schnell die Hände steif und gefühllos werden lässt. Deshalb gibt es die Griffheizungen die es ermöglichen, die Hände jederzeit punktgenau zu bewegen. Unter Umständen kann dies sogar einen Unfall verhindern. Auf alle Fälle aber tut es gut und vermittelt ein wohltuendes Gefühl.

Unterschiedliche Modelle

Bei den verschiedenen Herstellern von Motorrädern gibt es auch unterschiedliche Modelle für die Griffheizung. Die meisten haben einen Schalter mit zwei Einstellungen. Das Aufheizen und die Betriebsstellung sind jedoch oft beide nicht ideal, da das Aufheizen nach kurzer Zeit sehr heiß wird, und die Betriebsstellung nicht genug Energie hat.

Die Lösung heißt: stufenlos regelbare Griffheizung. Es gibt hier ein Basismodell und ein Ausbaumodell. Das erste ist mit Anschlusskabeln ausgerüstet, die etwa 30 Zentimeter lang sind. Der Regler ist vor Feuchtigkeit geschützt. Das gesamte Teil wird in die Seitenverkleidung eingebaut. Anschluss ist per verlöten möglich oder auch via Lüsterklemmen. Rund 40 Euro werden hierfür fällig. Das Ausbaumodell hat noch ein 50 Zentimeter Verlängerungskabel dabei. Es ist mit Japanstecker und Schraubklemme ausgestattet. Der Regler wird mit Kabelbindern oder Klebeband befestigt. Der Aufpreis würde rund 8 Euro betragen.

Griffheizungen und deren Verwendung

Als Griffheizung wird eine solche bezeichnet, die sich an Maschinen oder Geräten befindet, damit man sie auch bei niedrigen Temperaturen im Außenbereich verwenden kann. Ein Beispiel dafür ist die Forstwirtschaft, wo es Motorsägen mit einer solchen Ausstattung gibt. Denn mit steifgefrorenen Fingern kann die Säge nicht sicher gehalten werden, was zum Problem für den Arbeitsschutz werden kann.

Auch am Fahrzeug nötig?

Aber auch an Motorrädern sind die Griffheizungen möglich. Denn durch den Fahrtwind sind die Temperaturen an den Händen so niedrig, dass selbst die Motorradhandschuhe nicht immer ausreichend schützen können. Ungefähr Mitte der 80er Jahre kam es deshalb auf, dass es die Heizungen für die Griffe der Zweiräder gibt. Die elektrische Heizung ist entweder stufenlos oder aber in Stufen regelbar, was je nach Modell unterschiedlich ist. Mitunter kann man diese auch nachrüsten, wenn sie nicht von Anfang an dabei war. Die Griffheizung gilt als Sonderausstattung und muss extra bezahlt werden. Wer zum Beispiel weiß, dass er sein Bike nur über den Sommer fährt, kann darauf durchaus verzichten. Auch am Daumengashebel oder dem Griff von Motorschlitten und dergleichen sowie den modernen Quads sind diese Heizungen zu finden. Die Nachrüstsätze für solche Anlagen sollten auf alle Fälle von einem Fachbetrieb eingebaut werden.